2008
12
Mrz
Gewerkschaften schließen Tarifverträge unter Mindestlohn
Wie die FAZ heute berichtet, haben die Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) rund 670 Tarifverträge mit Einstiegslöhnen von weniger als 6 Euro pro Stunde, also deutlich unterhalb des von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde, abgeschlossen. Konkrete Beispiele sind:
- Friseure in Sachsen: 3,82 Euro (verdi)
- Floristen in Brandenburg: 4,57 Euro (IG Bau)
- Helfer im Hotel- und Gaststättengewerbein NRW: 5,34 Euro
- Wachmänner in Schleswig-Holstein: 5,45 Euro
Der Schluß liegt nahe, dass die Gewerkschaften durch Druck auf den Gesetzgeber Löhne durchsetzen wollen, die sie in Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern nicht einmal ansatzweise erreichen konnten.
