2008 01
Mai

Erste Folgen des Post-Mindestlohns

Tag: Post-Mindestlohnadmin @ 2:11 pm

Erst wenige Monate ist der Post-Mindestlohn alt, doch die Konsequenzen sind schon spür- und messbar: Auf eine Anfrage der FDP berichtet die Bundesregierung, dass bereits 57 Unternehmen der Branche die Segel gestrichen und dabei fast 6.000 Mitarbeiter entlassen haben. Während sich die Politik beispielsweise im Fall der Nokia-Werkschließung in Bochum (2.300 Arbeitsplätze) öffentlich echauffiert, bezeichnet die Bundesregierung den Stellenabbau bei den Postdienstleistern lapidar als “Marktaustritt” und verweist die Betroffenen ans Arbeitsamt.

Toll immerhin für die Mitarbeiter der Deutschen Post: Ihre Arbeitsplätze sind - so das Ergebnis des kürzlich beendeten Tarifstreits - für die nächsten Jahre gesichert, und obendrauf gibt’s noch eine ordentliche Lohnerhöhung. Dass andere dafür ihre Jobs verloren haben und jetzt auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, ist kein Ergebnis von Effizienz oder Leistung der Deutschen Post und ihrer Mitarbeiter, sondern dem staatlichen Eingriff namens Mindestlohn zu verdanken. Und wer bezahlt das alles? Richtig: Der Bürger. Und zwar einerseits direkt in Form höherer Portokosten und andererseits indirekt in Form der Kosten für die arbeitslosen Ex-Mitarbeiter der Ex-Postkonkurrenten.

Tolle Sache, das mit dem Mindestlohn …

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