2008
13
Mrz
DIE ZEIT: Post-Mindestlohn ist “ordnungspolitischer Wahnsinn”
In einem Kommentar zum Mindestlohn schreibt DIE ZEIT heute:
“Der Post-Mindestlohn lag in Margrit Lichtinghagens Hand. Wäre die Jägerin der Steuerhinterzieher mit ihrer Fahndertruppe früher bei Klaus Zumwinkel zu Hause erschienen – die Große Koalition hätte sich wohl nie zu dem ordnungspolitischen Wahnsinn durchgerungen, eine Bezahlung von wenigstens 9,80 Euro pro Stunde im Westen anzuordnen.
Ohne dem ehemaligen Post-Chef übel zu wollen, kann man ihm doch unterstellen: Zumwinkel trieb den Mindestlohn nicht deshalb trickreich in den Himmel, weil er den Wohlstand seiner Mitarbeiter bewahren wollte – den hatte er in anderen Fällen mehrfach ignoriert. Vielmehr wollte er den neuen Konkurrenten auf diese nicht ganz faire Weise in die Parade fahren.”
Interessanter Gedanke. In der Summe hat Zumwinkel unserem Land in der Tat weniger durch ein paar Millionen Euro hinterzogener geschadet als vielmehr durch seinen Einsatz für die Einführung von Mindestlöhnen, die weit über seine Branche hinaus massiven Schaden anrichten.
