Gehen Sie mal zu Google und geben Sie als Suchbegriff “mindestlohn” ein. Auf der ersten Seite finden Sie zwei (halbwegs) neutrale Links (Wikipedia und Manager Magazin) - der Rest sind “Propaganda-Sites” von SPD und Gewerkschaften. Gerade die vom DGB betriebene und im BILD-Zeitungsstil aufgemachte Site mindestlohn.de zeigt, dass man in Gewerkschaftskreisen mittlerweile sehr genau versteht, wie das Internet funktioniert und wie man es zur Manipulation einsetzen kann.
So ein bisschen komme ich mir da vor wie David im Kampf gegen einen übermächtigen Goliath - aber wie das biblische Beispiel zeigt, kann auch ein solcher Kampf gewonnen werden. ;o)
In der hitzigen Debatte um den Mindestlohn scheinen grundsätzliche Überlegungen komplett unterzugehen - Zeit, an dieser Stelle das Versäumte nachzuholen.
Die wichtigste Frage lautet: Hat der Markt versagt, so dass der Staat (in Form des Mindestlohns) eingreifen muss?
So banal die Frage klingen mag, so fundamental ist ihre Beantwortung. Der Arbeitsmarkt (sic!) ist ein mehr oder minder gut funktionierender Markt von Angebot an Arbeitskraft und Nachfrage nach Arbeitskraft. Über Jahrzehnte hat die Lohnfindung auf diesem Markt funktioniert - und gerade in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für üppige Lohnsteigerungen in breiten Bevölkerungsschichten gesorgt. (Wer das bezweifelt, möge sich den heutigen Lebensstandard von Arbeitern und Angestellten in Deutschland ansehen und mit anderen Ländern vergleichen - wohlbemerkt, da reicht schon der Blick nach Süd- oder Osteuropa. Auch der Vergleich mit den Lebensbedingungen in Deutschland vor ein, zwei Generationen ist erhellend.)
Ganzer Artikel “Mindestlohn vs. Markt”